Office 2013: Braucht das wirklich wer?

1. August 2012

von Markus Hahner

Meine erste Reaktion auf Office 2013 war: Von mir aus hätte Microsoft mit der neuen Version durchaus noch zwei Jahre warten können, schließlich ist der Umstieg auf 2010 in vielen Unternehmen gerade erst so richtig in Fahrt gekommen. Braucht es wirklich schon wieder eine neue Version? Um es kurz zu machen: Ja.

Ich muss gestehen, dass ich mit der am 16. Juli vorgestellten Office 2013-Preview-Version – bislang unter „Office 15“ bekannt – anfangs nicht wirklich etwas anfangen konnte. Gut, das Menüband wirkt noch aufgeräumter, die Backstage-Ansicht hat mit den Metro-Style-Elementen aus Windows 8 eine neue Optik erhalten. Aber dafür gleich eine neue Version?

Es sind diesmal die vielen Details, die einen Versionswechsel rechtfertigen. Komfortablere Aufgabenbereiche, PDF-Import in Word, automatische Datenselektion in Excel, die langersehnte Lupe in der PowerPoint-Präsentation – es gibt viele unscheinbare Funktionen, die mir gefallen und die ich bereits nach wenigen Tagen beim Einsatz von Office 2013 in der Vorgängerversion vermisse. Natürlich gibt es auch Neuerungen, die mir bislang gar nicht behagen. Dass beispielsweise in Outlook der vertraute Navigationsbereich fehlt und Mail, Kalender & Co. jetzt über Links am unteren Programmfensterrand aufgerufen werden – es wird wohl etwas länger dauern, bis ich mich daran gewöhnt habe.

Zwei Punkte heben Office 2013 – das übrigens Windows 7 oder Windows 8 voraussetzt – besonders hervor: Die Cloud-Integration ist bereits in der Preview-Version sehr gelungen. Das Skydrive ist überall präsent, umständliche Anmeldungen und Pfadwechsel entfallen. Wer die Zusammenarbeit via Internet liebt und jederzeit und überall – Internetverbindung vorausgesetzt – auf seine Daten zugreifen möchte, wird diese Funktion schätzen.

Der zweite Punkt betrifft den Einsatz von Office 2013 auf Tablet-PCs. Ich bin eher der Tastatur-Typ und finde insbesondere Ultrabooks enorm praktisch. Dennoch war auch ich sehr neugierig, wie sich Office auf einem Tablet nutzen lässt. Um es kurz zu machen: Das extra angeschaffte ASUS Eee Slate lag – nach einem Test von Office 2010 unter Windows 7 – nur noch unbeachtet in der Ecke. Ich war maßlos enttäuscht und kam mit der Finger- oder Stift-Bedienung überhaupt nicht zurecht. Ganz anders mit Office 2013 und Windows 8: Jetzt habe ich einen neuen Liebling, der sich flüssig bedienen lässt. Dank vergrößerbarer Schaltflächen im 2013er Menüband treffe ich auf Anhieb die richtigen Funktionen und die bei der Fingerbedienung angezeigten, besonders großen und übersichtlichen Kontextmenüs machen einfach Spaß.

Mein persönliches Resümee? Auch wenn es sich um eine Preview-Version handelt, sie blieb bislang kein einziges Mal hängen und arbeitete alle meine (Stress-) Tests ohne murren ab. Wenn das so weiter geht, werden wir schnell gute Freunde.

Sehen Sie hier, was Word 2013 Neues kann:

Sehen Sie hier, was Ihnen Excel 2013 zu bieten hat und welche Apps for Office Ihnen mit der neuen Version zur Verfügung stehen:

In der nächsten Video-Lektion geht es um PowerPoint in Office 2013:

 Sehen Sie hier noch einmal eine Zusammenfassung dessen, was Ihnen Office 2013 für Vorteile bietet und auch noch einige Tipps zu Outlook:

Ihr Markus Hahner

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